FC Bayern Basketball

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profis // 12.07.2017 23:38 Uhr

Maxi Kleber wechselt zu Dirk Nowitzkis Mavericks

Nationalspieler von den Bayern in NBA nach Dallas

Nach dem Wechsel von Paul Zipser vor einem Jahr zu den Chicago Bulls ist der FC Bayern Basketball erneut Sprungbrett für die NBA-Karriere eines deutschen Nationalspielers: Maxi Kleber werchselt zur kommenden Saison von München in die nordamerikanische Profiliga zu den Dallas Mavericks. Somit trifft der 25-jährige Forward bei den Texanern auf NBA-Superstar Dirk Nowitzki, der ebenfalls aus Würzburg stammt.

Kleber unterschrieb am Mittwoch für zwei Jahre. Die Bayern erhalten eine namhafte Transferleistung.

„Es fällt mir einerseits wirklich sehr schwer, die Bayern-Familie zu verlassen, weil ich mich sehr wohl gefühlt habe und wir ja nach der vergangenen Saison sportlich in den nächsten etwas vorhaben und es besser machen wollen“, sagte Kleber, der sich derzeit in den Staaten aufhält.

„Ich weiß auch, was ich zurücklasse und möchte mich bei der Vereinsführung, beim Office, bei unseren Fans, bei den Trainern, meinen Teamkollegen und dem Ärzte- und Physioteam bedanken. Ich werde nie vergessen, was Bayern für mich getan hat, denn sie haben mich nach meiner schweren Fußverletzung in der schwersten Phase meines Lebens aufgepäppelt und aufgebaut – ich bin mir ganz sicher, dass ich ohne den FC Bayern nicht dort wäre, wo ich jetzt bin.

Andererseits geht jetzt eben mein Kindheitstraum in Erfüllung, in der NBA spielen zu können. Ich denke, dafür hat jeder Verständnis. Zudem ist das jetzt in Dallas noch einmal eine ganz besondere Situation, da ich in Dirk (Nowitzki) den wohl besten Mentor habe, den man sich vorstellen kann. Die Atmosphäre dort ist sehr freundschaftlich und familiär, das ist vergleichbar mit Bayern.“

FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic, der die Gespräche mit den Mavericks führte, sagte: „Uns fällt es natürlich schwer, ein so großes Talent und einen Publikumsfavoriten wie Maxi ziehen lassen zu müssen. Und es wird schwer, diese Lücke zu füllen. Aber (General Manager) Donnie Nelson von den Mavericks hat mir im ersten Telefonat gleich dazu gratuliert, dass wir nun einen zweiten deutschen NBA-Spieler produziert hätten – und in der Tat dürfen wir auch ein wenig stolz auf Maxis Karrieresprung sein. Er hat sich – übrigens ähnlich wie Paul Zipser – nach einer schweren Verletzung behutsam bei uns entwickeln und im vergangenen Jahr endlich beschwerdefrei sein großes Potential zeigen können.“

Maxi Kleber war vor zwei Jahren vom spanischen Abstiegskandidaten Obradoiro nach München gewechselt. Die Bayern nahmen ihn ungeachtet einer gravierenden Fußverletzung unter Vertrag, ihr Ärzte- und Physioteam leistete bis zu seinem FCBB-Debüt im Januar 2016 ganze Arbeit. In der Saison 2015/2016 kam der Franke noch auf 24 BBL-Einsätze und durchschnittlich acht Punkte.

In der vergangenen Spielzeit gehörte Kleber schließlich in jedem der 37 BBL-Spieler zur Starting Five der Münchner, mit neun Punkten im Schnitt bei einer fast 51-prozentigen Wurfquote sowie 5,3 Rebounds. Seine Quoten brachten ihm die Auszeichnung als effektivster deutscher BBL-Profi ein. Auch international debütierte der 2,07 Meter große Würzburger im EuroCup für den FCBB, hier hinterlässt er in der Statistik aus insgesamt 21 Einsätzen im Schnitt 8,9 Punkte und 6,1 Rebounds.

Klebers Dunks und Blocks werden in München ebenso in bester Erinnerung bleiben wie sein vages Talent als Schnulzensänger an der Gitarre („The lion sleeps tonight“) und hoffnungsvoller Mitarbeiter des Medienteams („Klebe/r/streifen“, „Cool down-Lotion“).

Der FC Bayern Basketball wünscht Maxi Kleber für die Zukunft vor allem auf dem Parkett alles Gute.