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profis // 14.07.2017 13:44 Uhr

Eine riesige Ehre: Schorschi & Karim starten in U20-EM

Beyschlag und Jalllow das Kapitäns-Duo des deutschen Nationalteams

Mit einer Münchner Doppelspitze startet die deutsche U20-Nationalmannschaft an diesem Samstag gegen Schweden (17.7., 12.45 Uhr) in die Europameisterschaft 2017 auf Kreta. Weitere Vorrunden-Gegner sind Tschechien und die griechischen Gastgeber. Austragungsort ist Kreta in Griechenland, alle Spiele sind im YouTube-Kanal der Fiba live zu verfolgen. Die beiden FCBB-Jungprofis Georg „Schorschi“ Beyschlag und Karim Jallow wurden von Bundestrainer Henrik Rödl zur Kapitänsspitze ernannt.

Georg als Kapitän und Karim als Co, somit führen zwei FCBB-Spieler eine Nationalmannschaft an, was sicher ein Novum ist. Wie kam es dazu und was sind eure Aufgaben?

Georg Beyschlag: „Ja, Henrik hat mich zum Kapitän und Karim zum Stellvertreter bestimmt. Unsere Hauptaufgabe ist es natürlich, das Team zu führen, insbesondere in schwierigen Phasen. Da wollen wir als Vorbild voran gehen, vor allem in Sachen Einstellung. Abseits vom Parkett ist es dann aber auch gar nicht so viel, außer zum Beispiel auf die Vorgabe des Dresscodes zu achten.“

Karim Jallow: „Es für uns beide jedenfalls eine riesige Ehre, Deutschland als Kapitäne in ein Turnier zu führen. Gerade bei mir war es ja schon eine kleine Überraschung (schmunzelt). Da wir eben schon letztes Jahr dabei waren, haben wir da vielleicht einen Ticken mehr Erfahrung als andere. Das wollen wir jetzt gerne weitergeben. Mich motiviert das nur noch mehr, und wir werden vorne weg gehen.“

Ihr habt eine gute Vorbereitung gespielt, mit zahlreichen Siegen, aber auch knappen Niederlagen gegen die Topnationen Spanien und Griechenland. Ist das DBB-Team pünktlich zur EM in Form?

Georg Beyschlag: „Ja, wir sind gut in Form, aber es geht sicher immer noch ein bisschen mehr. Klar ist in jedem Fall, dass wir uns im Laufe des Turniers steigern müssen, um am Ende erfolgreich sein zu können.“

Karim Jallow: „Ich glaube, die Vorbereitungsspiele haben uns allesamt sehr gut getan, um zu zeigen, wo wir stehen. Gerade die ersten beiden Spiele gegen Griechenland waren da zum Teil noch sehr wild. Wir sind dann aber von Spiel zu Spiel besser und eingespielter geworden. Gerade die letzten beiden Spiele gegen Finnland haben uns nochmal richtig gut getan. Da wir in der Vorbereitung auch schon gegen die Tschechen gespielt haben, haben wir schon einen ganz guten Eindruck von den Gegnern. Wir sind bereit!“

In den Vorbereitungsspielen habt ihr zum Teil sehr viel gespielt, Karim war teilweise auch Topscorer.

Karim Jallow: „Ja, es lief ganz gut. Wir haben uns beide unter Oliver Kostic und Sasa Djordjevic im letzten Jahr ganz gut entwickelt. Wir haben beide einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das zahlt sich jetzt langsam aus. Ich bekomme allerdings jetzt auch viel Vertrauen vom Bundestrainer, was es noch mal einfacher macht. Klar, ich war jetzt ein paar Mal Topscorer, aber in unserem Team gibt es zahlreiche Scorer und wenn wir als Team so spielen, wie wir es in den letzten Spielen gezeigt haben, wird es für die Gegner sehr unbequem gegen uns.“

Letztes Jahr seid ihr mit der deutschen U20 bei der EM Vierter geworden. Vier Spieler aus 2016 stehen auch dieses Jahr wieder im Aufgebot. Was wollt ihr dieses Mal erreichen?

Georg Beyschlag: „Wir wollen ein gutes Turnier spielen. Natürlich will man als Sportler immer mehr erreichen, aber das wollen die anderen ja auch. Insbesondere wenn es dann in die K.o.-Phase geht, braucht man sicher auch ein bisschen Glück auf seiner Seite. Im Vorfeld ist es sicher immer schwer, alle Gegner genau einzuschätzen, aber wir wollen schon mindestens so weit kommen wie im letzten Jahr.“

Karim Jallow: „Wir haben uns als Team darauf geeinigt, dass unser Ziel ist, jedes Spiel zu gewinnen. Wenn wir auch jedes Mal unser Bestes geben, können wir dieses Ziel auch mit diesem Kader erreichen. Wir werden am Ende sehen, zu was reichen wird.“

Könnt ihr jetzt schon abschätzten, wer die Favoriten sind?

Karim Jallow: „Eine direkte Vorbereitung vor einer EM ist relativ schwierig. Man weiß im Vorfeld nie so genau, wie die anderen Mannschaften aufgestellt sind oder ob gute Spieler im letzten Moment noch absagen . . .“

Georg Beyschlag: „ . . . mit dem Heimvorteil würde ich aber in jedem Fall die Griechen nennen. Daneben natürlich Spanien und Serbien.“

Eure Mannschaft kann neben euch mit beispielsweise Niklas Kiel oder Leon Kratzer ja schon Einiges an BBL- Erfahrung aufweisen. Wie würdet ihr euer Team charakterisieren?

Georg Beyschlag: „Mit Niklas (Frankfurt), Leon (Würzburg), Moritz Wagner (Uni Michigan) und Tim Schneider aus Berlin liegt unsere Stärke definitiv unterm Korb. Die Jungs bringen Größe und Athletik mit. Aus unserer Verteidigung heraus wollen wir dann auch schnell spielen und hoffentlich zu einfachen Fastbreak-Punkten kommen.“

Karim Jallow: „Wenn wir unsere Defensiv-Leistung abrufen können und die Energie zeigen, die Henrik Rödl von uns verlangt, ist es sehr schwer für den Gegner, Körbe gegen uns zu erzielen.“