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vorbericht // 08.06.2018 15:33 Uhr

„Nur nicht fliegen“: Die Bayern kämpfen im vollbesetzten Audi Dome um das 2:1 / Braydon Hobbs operiert

Grandios gewonnen, aber noch nichts erreicht: Groß war die Genugtuung der Bayern-Basketballer, in heikler Lage das zweite Playoff-Finale in Berlin dominant und siegreich gestaltet zu haben. Ebenso ausgeprägt war aber auch die Zurückhaltung des Teams um Trainer Dejan Radonjic nach dem 96:69 bei Alba, mit dem die Münchner auf die schmerzhafte Auftaktniederlage (95:106 n.V.) gekontert und sich das Heimrecht in der Best-of-five-Serie zurückgeholt haben.

„Es steht erst 1:1 und der Sieg ist nicht viel wert, wenn wir am Sonntag im Audi Dome nicht die gleiche Leistung bringen und nachlegen“, formulierte FCBB-Kapitän Anton Gavel nach dem Auswärtserfolg. Geerdet präsentierten sich alle Münchner nach dem bemerkenswerten Auswärtserfolg vor 13.250 Fans – der Fokus galt bereits dem zweiten Heimspiel im Audi Dome. Bisher haben die Bayern ja beide Heimspiele der Saison gegen Alba Berlin verloren. „Wir können jetzt nicht hochfliegen und denken, wir sind Meister“, betonte Rekordspieler Nihad Djedovic.

Für die dritte Partie sind nur noch Rückläufer aus dem Berliner Kontingent erhältlich. Das Spiel beginnt am Sonntag um 18.30 Uhr, Telekom Sport (u.a. EntertainTV), FC.Bayern.tv live und Sport1 übertragen aus dem mit 6.500 Fans vollbesetzten Audi Dome.

In Berlin war Radonjics Matchplan aufgegangen, eine aggressive Teamverteidigung und das konsequente Zustellen der Passwege engte die erfolgreichste Offensive der Liga (91 PpS) markant ein. „Und das diesmal wirklich von Beginn an und über 40 Minuten, wir haben insgesamt sehr clever gespielt“, bilanzierte Coach Radonjic zufrieden. Auch die starke Freiwurfquote von 86 Prozent erfreute den Trainer. „Wenn wir diese Leistung jetzt konstant abrufen, haben wir schon am Sonntag alle Chancen. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie auf schwierige Situationen reagieren kann, jetzt muss auch der nächste Schritt folgen.“

Erneut bewiesen die Münchner außerdem, wie eng sie in den vergangenen Wochen zusammengerückt sind. Denn neben der Drucksituation des 0:1 meisterten sie in Berlin ja auch den im Wortsinne schmerzlichen Verlust eines gerade für Spiel zwei fix eingeplanten Rotationsspielers: Kurz vor Spielbeginn wurde Point Guard Braydon Hobbs in einer Berliner Klinik erfolgreich am Blinddarm operiert.

Für die dritte Partie sind nur noch Rückläufer aus dem Berliner Kontingent erhältlich (www.fcb-basketball.de). Das Spiel beginnt am Sonntag um 18.30 Uhr, Telekom Sport (u.a. EntertainTV), FC.Bayern.tv live und Sport1 übertragen aus dem mit 6.500 Fans vollbesetzten Audi Dome.

Braydon Hobbs kurz vor der OP

Doch angeführt von Regisseur Stefan Jovic (neun) und Gavel (acht) sammelten die Gäste stolze 30 Assists (bei 32 erfolgreichen Abschlüssen) – ein Rekord für BBL-Finalspiele.

Am Donnerstagvormittag hatte Hobbs auf dem Weg zum Shootaround kehrt gemacht – der Amerikaner klagte über heftige Bauchschmerzen. Während sich die Kollegen noch einmal stretchten und die Berliner Körbe testeten, wurde er ins Krankenhaus verbracht. Eine Blinddarmentzündung machte dann eine sofortige OP notwendig. Hobbs kehrt am Samstag nach München zurück, ein Comeback auf dem Court in der nächsten Woche ist laut Geschäftsführer Marko Pesic „eher unwahrscheinlich“. Somit fehlt den Bayern neben dem seit Herbst vermissten Milan Macvan (Kreuzband) in den Endspielen ein weiterer Schlüsselspieler.

Das Playoff-Finale gegen Berlin (best-of-five):

  • Spiel 3: Sonntag, 10. Juni, 18.30 Uhr (Audi Dome)
  • Spiel 4: Mittwoch, 13. Juni, 20 Uhr (in Berlin)
  • Spiel 5*: Samstag, 16. Juni, 20.30 Uhr (Audi Dome)

(* = falls nötig)