FC Bayern Basketball

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profis // 15.03.2017 17:37 Uhr

Ein offenes Ohr und das perfekte Umfeld

Presserunde mit Coaches und Spielern aus dem Nachwuchsprogramm.

Für Basketballvereine mit ambitionierten Jugendprogrammen endet die Talentsuche schon lange nicht mehr vor der eigenen Haustür. Die Nachwuchssparte des FC Bayern Basketball zählt zwar noch zu den jüngeren; mit dem Aufstieg in die BBL folgte 2011 aber auch im Jugendbereich ein Umbruch. "Wir wollen Spieler entwickeln, die am Ende den Sprung in die erste Mannschaft schaffen“, erklärt Geschäftsführer Marko Pesic zur Intention aller Bemühungen.

Deshalb wurden professionelle Strukturen geschaffen, und das hat sich herumgesprochen: Die Talentschmiede des FCBB genießt inzwischen auch international einen guten Ruf. Dies belegen die jüngsten Zugänge Amar Gegic und Marko Pecarski.

Die ersten Erfolge für das junge FCBB-Programm mit seinen zahlreichen Eigengewächsen aus München und der Region hatten ja nicht lange auf sich warten lassen: 2015 konnte mit dem U19-Titel erstmals eine deutsche Meisterschaft im Jugendbereich gefeiert werden; die U14 gewann schon zwei Titel. 2016 folgte mit dem Aufstieg des FCBB II in die ProB Süd der nächste wichtige Schritt. Mit einer 13:9-Bilanz zog das jüngste Team der Liga (im Schnitt 18,8 Jahre) in der Premieren-Saison gleich in die ProB-Playoffs ein. Stützen wie Karim Jallow oder Georg Beyschlag zählen zugleich zum Profi-Kader von Sasa Djordjevic.
"Alle Trainer haben hier einen tollen Job gemacht", lobt Pesic. Wie Oliver Kostic, der seit 2014 als Cheftrainer der Zweiten und der (neuerdings von Demond Greene betreuten) U19 Impulse setzt. „Titel sind wichtig, aber für uns hat die Entwicklung der jungen Spieler oberste Priorität", betont der 44-Jährige. "Der Name FC Bayern hat in der internationalen Sportwelt Gewicht, mit guten Ergebnissen wächst auch die Relevanz unseres Förderprogramms.“

Diese Anziehungskraft hat kürzlich auch Marko Pecarski nach München wechseln lassen. Der Sohn des serbischen Euroleague-Siegers Miroslav Pecarski, der 1996 mit Panathinaikos Athen den Titel holte, gilt als eines der größten Talente des Jahrgangs 2000 in Europa. Der 17-jährige Power Forward und Center (2,06 m) kam von Mega Leks Belgrad und spielt nun für die U19- und ProB-Auswahl des FCBB. "Hier arbeiten großartige Persönlichkeiten aus dem europäischen Basketball, wie Marko Pesic oder natürlich Sasa Djordjevic", erläutert Pecarski, weshalb er aus zahlreichen Optionen aus Europa die Bayern auswählte. "Zudem muss ich wirklich sagen, dass sich der gesamte Klub sehr gut um mich kümmert und mir ein perfektes Umfeld bietet."

Marko Pecarski (l.) steht seit Mitte Januar 2017 im Kader der ProB- und U19-Mannschaft

Bei der U16-EM 2016 war Pecarski junior in die Allstar-5 gewählt worden. Mit der U17 von Mega Leks gewann er 2016 erstmals in der Vereinsgeschichte die serbische Meisterschaft. In der Adria-Liga steht Pecarski in den Rekordbüchern als jüngster Spieler, der jemals punktete: Bei seinem ersten (und einzigen Einsatz) in den Playoff-Finals gegen Roter Stern verwandelte er zwei Freiwürfe.

Bereits im Herbst war in Amar Gegic ein weiterer internationaler Top-Prospect zu den Bayern gewechselt. Der 18-jährige Bosnier ist in Stuttgart geboren und debütierte in der Saison 2013/14 im Erstliga-Kader von Spars Sarajewo. Dort zählte der Spielmacher vergangene Saison bei 14 Minuten Einsatzzeit zum Stammpersonal. Bei der U18-EM 2015 erreichte der Junioren-Nationalspieler mit der Bosnien-Auswahl Platz vier.

Und action! Das bosnische Talent Amar Gegic hat sich in München schnell eingelebt.

EM-Vierter mit der deutschen Auswahl wurde zuletzt auch Nelson Weidemann, der im Sommer aus Nürnberg kam. Der 17-Jährige machte gleich die Vorbereitung des Profiteams um Sasa Djordjevic mit, der häufig Talente mit in sein Training integriert und sich mit den Jugendcoaches austauscht. "Hier in München ist alles sehr professionell, schon die Vorbereitung auf ein Training", berichtet das Guard-Talent Weidemann. „Wir haben bei uns jetzt endlich die Strukturen, um auch Spieler von außerhalb aufnehmen", freut sich Marko Pesic. "Es gibt viele gute Nachwuchsprogramme in Europa, die um die Gunst der Talente buhlen. Um hier herauszustechen, müssen wir jungen Spielern wie Marko, Amar, Nelson oder auch Erol Ersel, der aus Wien zu uns stieß, Perspektiven bieten."

Dazu gehören Wettbewerbe wie die ProB und die komfortable Infrastruktur im Audi Dome - aber auch die Betreuung junger Menschen, die zum ersten Mal ohne ihre Familie auskommen müssen. Man wisse um diese Verantwortung, sagt Marko Pesic: "Wir kümmern uns auch außerhalb des Courts und zeigen ihnen auf, dass immer jemand ein offenes Ohr für ihre Anliegen hat.“