FC Bayern Basketball

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matchreport // 16.05.2017 23:10 Uhr

Bayern gewinnt Krimi in Berlin: Im Halbfinale gegen Bamberg

Der FC Bayern Basketball hat durch ein 87:82 (43:43) in Berlin das Playoff-Halbfinale erreicht. Vor 9.099 Zuschauern in der Arena am Berliner Ostbahnof behielt der FCBB im vierten Viertelfinalspiel in einer dramatischen Schlussphase die Nerven, entschied die Serie mit 3:1 für sich und qualifizierte sich damit zum fünften Mal in Serie für das Playoff-Halbfinale. In den letzten und entscheidenden Minuten übernahmen Nihad Djedovic, Vladimir Lucic und Reggie Redding für die Bayern Verantwortung und sorgten für den hart erkämpften dritten Sieg. Djedovic und Lucic waren mit 19 Punkten auch die erfolgreichsten Werfer des FCBB. 

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Somit kommt es im Halbfinale zum Duell mit dem amtierenden deutschen Meister aus Bamberg, der sich 3:1 gegen Bonn durchsetzte. Am kommenden Sonntag, 21. Mai, gastiert München in Bamberg (15 Uhr) zu Spiel eins, ehe am Donnerstag, 25. Mai, im Audi Dome Partie zwei steigt (17.30 Uhr). Ein mögliches zweites Halbfinal-Heimspiel würde am Dienstag, 30. Mai (20.30 Uhr), in München stattfinden. Der Vorverkauf für das erste Halbfinal-Heimspiel hat bereits begonnen.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 21:22, 22:21, 18:21, 26:18.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Vladimir Lucic (19 Punte), Nihad Djedovic (19/3 Dreier), Maxi Kleber (11/7 Reb.), Reggie Redding (10), Danilo Barthel (7/5), Bryce Taylor (6/5), Nick Johnson (5), Anton Gavel (4/5 Assists), Maik Zirbes (4), Alex King (2), Devin Booker, Dru Joyce.

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB: „Das war eine großartige Serie, ich bin sehr stolz auf meine Spieler. Wir wussten, dass es sehr schwer werden würde, das sind die Playoffs und Berlin hat auf einem sehr guten Level gespielt. Am Ende hatten wir Lucic und Djedovic, der heute klasse war; ich hoffe, er behält das bei. Unsere Großen hatten heute wieder früh Foulprobleme; wir müssen lernen, uns auf die Umstände einzustellen, aber einigen Spielern fehlt hier noch die Erfahrung. Den letzten Wurf haben wir gut verteidigt, wie es das ganze Jahr unsere Art ist. Jetzt werden wir uns erholen, ruhig und auf dem Boden bleiben - und weiter spielen.“

Reggie Redding: „Es war eine Schlacht mit ständigen Führungswechseln. Zum Glück haben wir einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. Klar haben wir ein eine enge Partie erwartet. So ist es, wenn man hier spielt. Bamberg ist der Champion, aber wir haben auch gegen sie unsere Chancen. Wir werden alles geben.“

1. Viertel

Anton Gavel, Bryce Taylor, Vladimir Lucic, Maxi Kleber und Maik Zirbes begannen Partie vier in Berlin für die Bayern. Maxi Kleber war es dann, der im ersten Angriff der Münchner die Beliner Führung per Dreier ausglich (3:3/1. Spielminute). Wie schon in den Spielen zuvor starteten beide Teams mit unglaublichem Tempo und Energie, die Führung wechselte Angriff um Angriff (11:9/6.). Das Erfolgsrezept beider Teams lag in der Anfangsphase in Korbnähe, denn sowohl Alba als auch die Bayern attackierten immer wieder mit Erfolg die gegnerische Zone (16:17/8.). Wie intensiv die alten Rivalen schon zu Beginn agierten, verdeutlichten die 14 Freiwürfe, die beide Teams im ersten Viertel zugesprochen bekamen (21:22/10.).

2. Viertel

Wie im ersten Viertel Maxi Kleber, traf Bryce Taylor nach Wiederbeginn den zweiten Dreier für die Bayern zur ersten Führung seit der sechsten Minute (24:23/11.). Doch die Gäste hatten in dieser Phase Probleme, den Rebound zu kontrollieren. Alba kam immer wieder zu zweiten oder gar dritten Chancen, die sie zur Führung nutzten (24:29/13.). Der größte Unterschied war allerdings die Dreier-Quote: Berlins Gaffney traf schon den dritten Dreier im zweiten Viertel, während die Bayern von außen Probleme hatten (26:34/15.). Als ob die Münchner genau diese Schwachstelle ausgemacht hatten, trafen Bryce Taylor und Nick Johnson die nächsten beiden Versuche und brachten die Bayern wieder ran (32:34/16.). Das Spiel stand weiter auf des Messers Schneide, als die „Großen“ Maxi Kleber und Maik Zirbes für die Münchner übernahmen und die Führung zurückeroberten (40:38/19.). Mit einem leistungsgerechtem 43:43 ging es in die Kabine. 

3. Viertel                                                                                           

Die Bayern starteten vor allem in der Defense aggressiver in die zweite Hälfte, Berlin kam folglich zu schwierigen Abschlüssen, die Bayern ließen ihrerseits offensiv die ein oder andere Chance liegen, weshalb in der Anfangsphase nur wenige Körbe fielen (48:46/25.). Danilo Barthel, nach seiner Verletzungspaus wieder genesen, lieferte nun wichtige Energie von der Bank, Reggie Redding übernahm mit seinem unwiderstehlichen Zug zum Korb, den er zweimal in Serie erfolgreich unter Beweis stellte (54:51/27.). Weiter schenkten sich beide Teams allerdings nichts und gestatteten sich keine einfachen Punkte, weswegen die guten Freiwurfquoten für beide Mannschaften enorm wichtig waren (94% Bayern, 85% Berlin, 59:61/29.). In einer unübersichtlichen Schlussphase gestattete Bayern den Berlinern einen unnötigen letzten Angriff, den Gaffney mit dem Dreier auszunutzen wusste – Berlin führte vor dem Schlussviertel 64:61. 

4. Viertel

Bayern verteidigte nun sehr intensiv, zeigte im Angriff allerdings erste Schwächen von der Freiwurflinie, Nihad Djedovic überdeckte dieses Problem mit seinem dritten Dreier zum 66:64 (33.). München suchte sein Glück nun allerdings zu häufig aus der Distanz, von wo die Würfe nicht konstant fallen wollten – drei erfolglose Bayern-Dreier ermöglichten Alba die neuerliche Führung (66:69/34.). Als Berlins Vargas per Dreier das 72:66 erzielte, nahm FCB-Coach Djordjevic die Auszeit (35.). Das Momentum war nun klar auf Seiten der Berliner gewechselt, Bayern hatte Probleme die Spielkontrolle zurückzuerobern. Nihad Djedovic traf nun überlebenswichtige Würfe für die Münchner, Vladimir Lucic vollendete den 7:0-Lauf der Gäste – Auszeit Berlin (73:74/36.). Dreieinhalb Minuten vor Ende kassierte Münchnen Center Maik Zirbes sein fünftes Foul, Danilo Barthel kam zur Crunchtime zurück aufs Parkett. Und eben jener Danilo Barhel wusste sowohl offensiv als auch im Defensiv-Rebound zu überzeugen, Vladimir Lucic brachte von der Freiwurflinie die Punkte zur Führung knapp zwei Minuten vor dem Ende (79:77/39.). Lucic war es auch, der ein erfolgreiches Drei-Punkt-Spiel folgen ließ, nachdem Berlins Giffey mit etwas Glück den Dreier getroffen hatte (82:80/40.). 33 Sekunden vor der Schlusssirene hatte Berlin dennoch erneut ausgeglichen (82:82), die Bayern nach der Auszeit aber den Ball. Reggie Redding war es dann, der die Alba-Defense im Alleingang überlistete und die Bayern in Führung brachte – 16 Sekunden zu spielen. Die Gäste erzwangen den Berliner Ballverlust, brachten den Sieg von der Freiwurflinie ins Ziel und fordern ab Sonntag damit Bamberg im Halbfinale.