FC Bayern Basketball

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matchreport // 21.12.2016 21:20 Uhr

98:54 in Jena: Bayern bereit für Hit gegen Ulm

Die Basketballer des FC Bayern München haben das Nachholspiel des fünften Spieltags bei Science City Jena überzeugend 98:54 (48:19) gewonnen und damit den dritten Tabellenplatz übernommen. Vor 3.000 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena ließ der FCBB gegen den bisher überzeugenden Aufsteiger zu keinem Zeitpunkt Zweifel an der Rollenverteilung aufkommen und dominierte über 40 Minuten.

Die beeindruckende Energieleistung war in dieser Form nicht selbstverständlich: Zu Wochenbeginn hatte die Bayern eine Krankheitswelle erwischt: Beim Abschlusstraining mussten gleich vier Spieler passen, am Mittwochabend war letztlich der Einsatz von Alex King nicht vertretbar. Bester Werfer der Bayern war Vladimir Lucic mit 18 Punkten.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, Montag, 26. Dezember, kommt es nun im Audi Dome zum Spitzenspiel,  wenn der noch ungeschlagene Tabellenführer Ulm um 19 Uhr zu Gast sein wird. Den Jahresabschluss feiert der FCBB dann bei „Music meets Basketball“ am Freitag, 30. Dezember (20.30 Uhr), gegen Braunschweig mit die Musik-Acts Max Giesinger und Lions Head.

Die Punkte nach Vierteln: 23:12, 25:7, 22:20, 28:15.

Für den FC Bayern spielten: Vladimir Lucic (18 Punkte/3 Steals), Danilo Barthel (14), Nihad Djedovic (11/5 Rebounds), Reggie Redding (10/5Assists), Maxi Kleber (8/10 Reb./5 Ass.), Ondrej Balvin (8), Bryce Taylor (7), Devin Booker (7), Nick Johnson (7), Karim Jallow (5), Anton Gavel (3), Dejan Kovacevic (dnp).

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Chefcoach FC Bayern Basketball: „Ich muss meinen Spielern wirklich gratulieren. Denn was niemand wusste, ist, dass wir vorher vier erkrankte Spieler im Krankenhaus hatten: Balvin, Gavel, Johnson und King, der dann heute auch gar nicht spielen konnte. Trotzdem haben wir mit großem physischen Einsatz gespielt, das schätze ich sehr. Wir waren von Anfang an konzentriert und haben die Vorgaben gegen ihre starken Scorer wie Knight und Jenkins umgesetzt. Da hatte ich vorher ein wenig Sorgen gehabt, doch das war ein sehr ernsthafter, seriöser Auftritt, und der Schlüssel war definitiv die Defense. Wir haben viele Fastbreak-Punkte gemacht, das machte es einfacher. Jetzt haben wir am zweiten Feiertag das wichtige Spiel gegen Ulm, darauf werden wir uns nun voll fokussieren.“

Danilo Barthel: „Wir haben vom Start weg gute Intensität ins Spiel gebracht. Trotz der kranken und angeschlagenen Spielern haben wir 100 Prozent gebracht, das war sehr gut. Wir hatten uns vorgenommen, auch nach der Pause weiter Gas zu geben. Für mich persönlich läuft es in München bislang super. Ich fühle mich in der Mannschaft sehr wohl. Natürlich wollen wir im Audi Dome in der BBL auch am Montag gegen Ulm ungeschlagen bleiben. Dass dies nicht einfach wird, wissen wir. Aber wir werden uns jetzt gut vorbereiten.“

1. Viertel

Zu seinem ersten Starting Five-Einsatz kam Nick Johnson, der zusammen mit Reggie Redding, Vladimir Lucic, Maxi Kleber und Devin Booker ins Spiel beim starken Aufsteiger Jena ging. Der Beginn war für beide Mannschaften recht hektisch, die Würfe wollten nämlich zu Beginn weder für Jena, noch den FCBB so recht fallen (1:4/4. Spielminute). Vor allem die Bayern starteten dann aber einen kurzen Zwischenspurt (8:0-Lauf) und hatten Mitte des ersten Viertels das Kommando übernommen (9:4/5.). Zwei Dreier von Vladimir Lucic und Bryce Taylor hatten dann die erste Auszeit von Jena-Coach Björn Harmsen zur Folge (17:8/7.). Der nächste Dreier, dieses Mal war es Anton Gavel, sorgte 90 Sekunden vor der ersten Sirene für die erste zweistellige Münchner Führung in einem nun einseitigen Spiel (20:10/9.). Eben diese Distanzwürfe waren der Haupt-Unterschied im ersten Abschnitt: Denn Danilo Barthel traf den vierten erfolgreichen Dreier (4/5) als Buzzerbeater zum 23:12, während Jena null Prozent (0/5) von außen in den Statistien stehen hatte.

2. Viertel

Bayern machte konzentriert weiter und ließ Jena nur zu schwierigen Abschlüssen kommen. Die intensive Defense war Grundstein dafür, dass die Gäste den Vorsprung weiter ausbauen konnten (27:12/13.). Da sich die Münchner an beiden Brettern auch die Rebounds sicherten (20:12), hatten sie die Partie unter komplett Kontrolle, und so konnte Jena weiter nicht annähernd ins Spiel finden (0/10 Dreier). Als sich Maxi Kleber in Serie einen Offensiv-Rebound, einen Steal und zwei Punkte gutschreiben lassen konnte, nahm Jena die nächste Auszeit (39:19/17.). Bis zur Halbzeitsirene hielt der FCBB das Tempo aber unbeirrt hoch und beendete einen beeindruckenden ersten Durchgang mit einem 29-Punkte-Vorsprung (48:19).

3. Viertel

Gegen eine nun deutlich aggressivere Jena-Defensive taten sich die Bayern nach dem Seitenwechsel etwas schwerer, nach dreieinhalb Minuten hatten die Gäste gerade einmal zwei Punkte von der Freiwurflinie erzielt (50:23/24.). Die bayerischen „Problemchen“ waren aber nur von kurzer Dauer, denn Nick Johnson, Reggie Redding und Danilo Barthel zeigten in der Folge den schon zuvor gezeigten gelungenen Teambasketball (63:29/27.). Das Prunkstück im Münchner Spiel blieb aber die Verteidigung, denn nach 30 Minuten hielten sie das Heimteam bei 39 Punkten (70:39).

4. Viertel

Im Schlussabschnitt sammelte zunächst Nihad Djedovic in der Offensive Pluspunkte: Mit seinem energischen Drive zum Korb war er ein ums andere Mal erfolgreich (82:45/34.). Die längst entschiedene Partie wurde nun zunehmend zerfahren und war von vielen Foulpfiffen geprägt, was die Gäste aber nicht daran hinderte, gegen Ende der Partie die Schlagzahl nochmals zu erhöhen. Vladimir Lucic und Ondrej Balvin stellten die Führung auf über 40 Punkte und auch Karim Jallow bekam nach einem Kurzeinsatz im zweiten Viertel weitere Minuten, die er mit fünf Zählern in Serie sogleich rechtfertigte (98:50/39.).  

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