FC Bayern Basketball

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matchreport // 08.02.2017 20:03 Uhr

96:74 in Moskau: Bayern im EuroCup-Viertelfinale gegen Malaga

Die Basketballer von Bayern München haben das letzte Top16-Spiel bei Khimki Moskau 96:74 (72:72/34:26) nach Verlängerung gewonnen. Vor 2.500 Zuschauern überzeugte der FCBB in einem intensiven Duell erneut mit erfolgreichem Teambasketball (27 Assists/alle eingesetzten Spieler punkteten), großem Einsatz (43:28-Rebounds) - und mit einer phänomenalen Verlängerung (24:2). Bester Werfer der Bayern war Maxi Kleber mit 21 Punkten, zehn Rebounds vollendeten sein Double-Double. 

Damit zieht der FCBB als Tabellenführer in die K.o.-Runde ein und misst sich nun im Viertelfinale mit dem spanischen Top-Team Unicaja Malaga. Das erste Spiel steigt am Dienstag, 28. Februar, im Audi Dome. Im Modus Best-of-three haben die Bayern mit dem Heimvorteil die Chance, erstmals in der Vereinsgeschichte ein internationales Halbfinale erreichen zu können. Auch dort würde man auf den Heimvorteil zurückgreifen können.

Am Dienstag, 28. Februar (20 Uhr), kommt es aber zunächst in München zum ersten Spiel der beiden Viertelfinal-Gegner, ehe am 3. März in Malaga eine Mannschaft bereits Matchball haben wird. Ein mögliches entscheidendes drittes Viertelfinale fände dann wieder im Münchner Audi Dome statt (Mittwoch, 8. März, 20 Uhr). Der Verkauf für das erste Viertelfinale in München hat bereits begonnen. 

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Zuvor gastiert der FCBB am Sonntag in der Bundesliga bei Alba Berlin. Spielbeginn ist am Sonntag (12. Februar) um 15.30 Uhr. Am Valentinstag (Dienstag, 14. Februar, 20.30 Uhr) kommt es im Audi Dome zum Aufeinandertreffen mit der BG Göttingen. 

Die Punkteverteilung nach Spielabschnitten: 15:16, 19:10, 19:25, 19:21, 24:2.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Maxi Kleber (21 Punkte/10 Rebounds), Nihad Djedovic (17/6), Nick Johnson (15/4 Assists), Devin Booker (11/8 Reb.), Anton Gavel (8/4 Ass.), Danilo Barthel (8), Alex King (7), Bryce Taylor (4), Reggie Redding (3/8 Ass.), Vladimir Lucic (2), Marvin Ogunsipe und Karim Jallow (dnp).

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB:  „Das war ein großartiger Sieg als Kollektiv gegen eine sehr starke Mannschaft mit individueller Qualität. 27 Assists belegen die Art, wie wir Basketball spielen wollen. Wir haben dazu 38 und eine halbe Minute sehr gut verteidigt, leider haben wir ihnen dann mit unseren Fehlern die Chance gegeben, zurück ins Spiel zu kommen. Wir hätten es früher beenden können, aber in der Verlängerung haben wir dann konzentriert verteidigt und sie wieder zu schweren Würfen gezwungen. So hatten sie am Ende 23 Prozent bei den Dreiern, die ihre Stärke sind. Wir haben gut Transition-Defense gespielt und auch das Reboundduell gewonnen, das waren die Schlüssel. Nun sind wir als Gruppenerster im Viertelfinale, das war eines unserer Ziele. Malaga ist ein sehr erfahrenes Team mit Athleten und einem Trainer, die wissen, wie man solche Spiele spielt. Wir müssen hungrig bleiben, um die nächste Runde erreichen zu können.“ 

Nihad Djedovic: „Es war ein gutes Spiel. Wir haben geholt, was wir wollten: Den Sieg und den ersten Platz. Wir arbeiten sehr gut und so wollen wir weitermachen.“

Bryce Taylor: „Wir haben versucht, ihnen ihren Dreier zu nehmen. Das ist uns gut gelungen. Unsere große Stärke ist es, zusammenzuspielen. Jeder kann den Wurf bei uns nehmen, und kann so Selbstvertrauen tanken. Dieser Teambasketball ist unsere größte Qualität.“

1. Viertel

Maxi Kleber brachte nach 90 Sekunden die ersten Münchner Punkte auf das Scoreboard, sein Dreier bedeutete die erste Gäste-Führung der Partie (3:2/2. Spielminute). Neben Kleber hatte Chefcoach Sasa Djordjevic Anton Gavel, Reggie Redding, Vladimir Lucic und Danilo Barthel zur Starting Five im abschließenden Top16-Spiel ernannt. Die fünf machten ihre Sache in der Anfangsphase mehr als ordentlich: Immer wieder suchten sie ihr Glück aus der Distanz und schnappten sich energisch die daraus resultierenden Rebounds – Moskau-Coach Ivanovic nahm früh die Auszeit (8:4/5.). Die Bayern verloren danach offensiv etwas den Rhythmus und blieben über drei Minuten ohne eigenen Punkte, ehe Alex King per Dreier erfolgreich war. Eine starke Defensive und dominante Reboundarbeit (8:3) sorgten aber für ein ausgeglichenes Startviertel (11:11/8.). Trotz sechs eigener Ballverluste in den ersten zehn Minuten gingen die Münchner mit nur einem Zähler Rückstand in die erste Pause - 15:16.

2. Viertel

Die Bayern hatten die Partie weiter unter Kontrolle, da sie die Bretter (14:5) dominierten und davon profitierten, dass die Russen von der Dreierlinie (0/5) überhaupt nicht ins Spiel fanden (19:18/13.). Khimki-Star Shved löste dann den Knoten aus knapp sieben Metern, Moskau konnte sich erstmals leicht absetzen (19:24/15.). Die Antwort der Bayern hieß Maxi Kleber, der mit seinem dritten Dreier den Ausgleich bescherte (24:24/16.). Danilo Barthel vollendete den Münchner 7:0-Lauf und zwang Khimki zum Time-Out (26:24/16.). Nichts war in dieser Phase zu sehen vom russischen Offensiv-Spektakel, das knapp sechs Minuten ohne Punkt blieb. Das Erfolgsrezept der Bayern lautete dagegen weiter: Abpraller einsammeln (21:10) und defensiv konzentriert bleiben. Auch dank zehn Offensiv-Rebounds führte der FCBB zur Pause 34:26.  

3. Viertel

Wie erwartet kam Khimki mit viel Energie aus der Kabine und verkürzte in der Anfangsphase schnell auf vier Punkte (37:33/23.). Die Bayern hatten nun etwas Probleme, sich an das höhere Tempo zu gewöhnen, so dass ihr Vorsprung Mitte des dritten Abschnitts aufgebraucht war (40:39/25.). Die Gäste behielten in dem nun knappen Spiel trotz vieler Foulpfiffe und einem nun etwas aufblühenden Alexey Shved die Ruhe. Im Wissen um das 16-Punkte-Polster aus dem Hinspiel verwaltete der FCBB weiterhin die knappe Führung auch im Rückspiel (47:46/27.). Routiniert hielt der Gast die Führung auch bis ins Schlussviertel (53:51/30.).

4. Viertel

Nur 90 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, als Anton Gavel Khimki zur nächsten Auszeit zwang. Soeben hatte der Guard mit fünf Punkten in Serie den Vorsprung wieder auf neun Zähler ansteigen lassen (60:51/32.). Wieder einmal überzeugten die Bayern mit einem sehr mannschaftsdienlichen Spiel, denn alle zehn eingesetzten Spieler hatten bereits gepunktet und auch 20 Assists unterstrichen fünf Minuten vor dem Ende bereits den starken Auftritt der Bayern (64:57/35.). Das Spiel bog nun auf eine einerseits spannende Zielgerade ein, andererseits war der Ausgang der Partie zumindest nicht mehr ausschlaggebend für die Tabellenführung. Und so traf nach ein paar bayerischen Unkonzentriertheiten in der Offensive tatsächlich der Fall ein, den es eigentlich zu vermeiden galt: Es kam zur Verlängerung (72:72/40.).

Verlängerung

Die Bayern starteten gut in die Overtime: Nick Johnson per Dreier und Nihad Djedovic brachten ihre Farben wieder in Führung, Maxi Kleber legte mit Freiwürfen nach (79/72/43.). Mit enormer Leidenschaft rissen die Gäste das Spieldiktat nun wieder an sich und wieder war es Maxi Kleber, der per Dreier die zweistellige Führung herstellte und damit für die Vorentscheidung sorgte (82:72/43.). Anders als zum Ende der regulären Spielzeit ließen sich die dominanten Münchner nun nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und bleiben nach einem 17:0-Lauf in der Verlängerung in den Top16 ungeschlagen.