FC Bayern Basketball

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matchreport // 16.11.2016 22:41 Uhr

88:99: Bayern verpassen gegen St. Petersburg den vorzeitigen Top16-Einzug

Der FC Bayern Basketball hat sein Heimspiel gegen Zenit St. Petersburg 88:99 (42:51) verloren und die Chance vergeben, sich vorzeitig für die Top16 zu qualifizieren.

Die Bayern liefen vor 6.157 Zuschauern im Audi Dome ab der dritten Spielminute einem Rückstand hinterher; obwohl sie sich im letzten Viertel auf fünf Punkte herangekämpft hatten, konnten sie gegen extrem treffsichere Gäste (17 Dreier) an diesem Tag nichts ausrichten. Nick Johnson war mit 20 Punkten der erfolgreichste Werfer der Bayern.

Die Bayern treten am kommenden Samstag, 19.11., um 20.30 Uhr zu ihrem dritten Heimspiel dieser Woche im Audi Dome an, der Gegner am 10. Spieltag der BBL ist Rasta Vechta.

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Die Punkteverteilung nach Vierteln: 17:29, 25:22, 22:23, 24:25.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Nick Johnson (20 Punkte/2 Dreier), Reggie Redding (13), Devin Booker (10), Maxi Kleber (10/9 Rebounds), Vladimir Lucic (9), Ondrej Balvin (8), Danilo Barthel (8/6 Reb), Bryce Taylor (4), Alex King (2), Alex Renfroe (2/6 Assists), Anton Gavel (2) und Nihad Djedovic.

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic: „Ich gebe sonst nicht viel auf Statistiken, aber wenn man wie wir heute 25 Offensiv-Rebounds holt und daraus kein Kapital schlägt, dann muss man nach den Gründen suchen. Zenith hat heute überragend getroffen. Sie haben natürlich auch unglaublich erfahrene Spieler. Wir haben gegen eine Mannschaft verloren, die heute den besseren Basketball gespielt hat. Sie haben jeden unserer Fehler eiskalt bestraft. Ich bin den Fans sehr dankbar für die Unterstützung, wir brauchten das. Uns hat aber leider ein großer Wurf in den Momenten gefehlt, als wir nah dran waren. Diese großen, zum Teil auch glücklichen Würfe hatte der Gegner.“

Vasily Karasev, Cheftrainer St. Petersburg: „Es war ein sehr wichtiges Spiel und somit ein eminent wichtiger Sieg für uns nach den Niederlagen gegen ZSKA in der Liga und gegen Malaga im EuroCup. Wir hatten heute eine große Rotation, da die zuletzt verletzten Spieler wieder in den Kader zurückkehren konnten. Das war der Hauptgrund für unseren Sieg. Wir hatten heute nur ein großes Problem, das war der Offensiv-Rebound der Bayern, denen wir 25 erlaubt haben. Die Atmosphäre hier in der Halle war großartig. “

1. Viertel
Anton Gavel, Reggie Redding, Vladimir Lucic, Maxi Kleber und Ondrej Balvin bildeten die erste Fünf von FCBB-Coach Sasa Djordjevic. Vladimir Lucic eröffnete den Punkte-Reigen der Bayern mit einem Drei-Punkt-Spiel zum 3:2 (1. Spielminute). Die Gegner erwiesen sich von der ersten Minute an als der erwartet starke Gegner und zogen mittels eines 11:0-Laufs an den Münchnern vorbei (7:15/5.). Coach Djordjevic bat zur Auszeit. Nick Johnson kam von der Bank und fügte sich mit einem erfolgreichen Dreier gleich zählbar ein (10:15/6.), doch an die St. Petersburger heranzukommen, war angesichts ihrer beeindruckenden Trefferquote von jenseits der Drei-Punkte-Linie ein ausgesprochen schwieriges Unterfangen - vier Treffer bei sechs Versuchen (12:20/7.). Die Bayern mühten sich, hatten aber gegen die enorm physische Verteidigung von Zenit erhebliche Probleme und kassierten auch noch den russischen Buzzerbeater zum 17:29 nach den ersten zehn Minuten.

2. Viertel
Die klaren Verhältnisse änderten sich nun etwas, die Gäste trafen nicht mehr jeden Wurf, und die Bayern erfreuten die Fans mit einem 6:0-Lauf (23:29/12.). Zenit antwortete mit zwei schnellen Körben, ehe Nick Johnson Devin Booker spektakulär zum Alley-Oop-Dunking bediente (25:33/14.). Das Hauptproblem der Münchner war die Verteidigung: Sie taten sich gegen die quirligen und passgewandten Russen schwer, die immer wieder zu recht einfachen Korberfolgen kamen. Die Bayern wählten ein probates Mittel - sie kämpften. Mehrfach waren die Roten auf dem Sprung, den Anschluss herzustellen, doch jedes Mal hatten die Gäste eine Antwort parat. Ein Floater von Reggie Redding verkürzte auf 40:45 (18.), aber St. Petersburg schlug erneut zurück und schraubte den Rückstand der Münchner bis zur Pause wieder nach oben - 42:51 nach der ersten Halbzeit. Statistisch gesehen war der Rückstand der Bayern leicht zu erklären, denn die Gäste hatten in allen Bereichen bessere Trefferquoten, drei Mal so viele Assists wie die Bayern (Bayern 5, Zenit 15) und weniger Ballverluste (Bayern 10, Zenit 6).

3. Viertel
Die Münchner kamen mit frischem Schwung aus der Halbzeit, doch der half nichts, da man gleich wieder zwei Dreier der Russen hinnehmen musste (46:57/22.). Das Team von Coach Sasa Djordjevic versuchte alles, aber die Gäste trafen und trafen - Stefan Markovic, der Spielgestalter der Russen, verwandelte den elften Dreier für seine Mannschaft (52:62/25.). Auch die Fans steigerten ihre Unterstützung nochmals, erhoben sich und pushten die Roten. Die Russen blieben unbeeindruckt und spielten auf extrem hohem Niveau. Acht Sekunden vor der letzten Viertelpause keimte noch einmal Hoffnung auf, Maxi Kleber verkürzte nach einem gekonnten Pick-and-Roll mit Alex Renfroe per Drei-Punkt-Spiel zum 64:74.

4. Viertel
Die Bayern kämpften, und sie kamen heran! Maxi Kleber verwandelte einen frenetisch bejubelten Dreier zum 71:76 (32.), der Coach von St. Petersburg erkannte die Gefahr und nahm die Auszeit. Die Halle stand Kopf, aber Zenit reagierte erneut ausgesprochen eiskalt. Der starke Janis Timma traf traumwandlerisch sicher den Dreier zum 73:81 (34.), Nick Johnson vergab zwei Freiwürfe. So stahlen sich die Gäste wieder davon, zwei Dreier der Russen später setzte sich allmählich die Erkenntnis durch, dass gegen diese Wurfmaschinen an diesem Tag kein Kraut gewachsen sein sollte (77:91/36.). Das Spiel war entschieden.

Die kommenden Spiele der Bayern:

  • Samstag, 19.11., 20.30 Uhr: FCBB – Rasta Vechta (BBL)
  • Mittwoch, 23.11., 21 Uhr: UCAM Murcia – FCBB (EuroCup)
  • Samstag, 26.11., 18 Uhr: Phoenix Hagen – FCBB (BBL)
  • Mittwoch, 30.11., 20 Uhr: FCBB – Unicaja Malaga (EuroCup)
  • Samstag, 3.12., 20.30 Uhr: FCBB – medi Bayreuth (BBL)