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matchreport // 26.12.2016 21:28 Uhr

79:87: Bayern unterliegen Tabellenführer Ulm

Die Basketballer des FC Bayern München haben gegen ratiopharm Ulm 79:87 (40:41) verloren. Im ausverkauften Audi Dome wurden 6.700 Zuschauer Zeugen eines packenden Spitzenspiels, in dem die Bayern aufgrund einer schlechteren Trefferquote und sieben Ballverlusten im letzten Viertel den Kürzeren zogen. Vladimir Lucic war mit 18 Punkten der erfolgreichste Werfer der Bayern.

Bereits am kommenden Freitag, 30.12., steigt das nächste Spiel im Audi Dome: Um 20.30 Uhr spielen die Bayern gegen die Basketball Löwen Braunschweig - unter dem Motto „Music meets Basketball“. Die Partie ist bereits ausverkauft.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 21:25, 19:16, 18:18, 21:28.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Vladimir Lucic (18 Punkte), Maximilian Kleber (15/2 Dreier), Danilo Barthel (10), Nick Johnson (9), Anton Gavel (8), Bryce Taylor (6), Reggie Redding (6), Alex King (3), Devin Booker (2), Nihad Djedovic (2), Ondrej Balvin und Karim Jallow (dnp).

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB:  „Ulm hat diesen Sieg verdient. Sie haben hier heute gespielt, um zu gewinnen, obwohl Sie ohne Per Günther auskommen mussten und in der zweiten Halbzeit ohne Tim Ohlbrecht. Sie waren physischer und härter als wir. Wir waren zu nervös und haben uns nicht auf unser Spiel konzentriert. Elf Ballverluste in der zweiten Halbzeit zeigen, wie unsicher wir waren. Wir haben oft den Abschluss verpasst und stattdessen noch einen weiteren Pass gespielt. Ich wünsche Tim Ohlbrecht alles Gute. Ich hoffe, dass die Verletzung nicht zu schwerwiegend ist.“

Thorsten Leibenath, Cheftrainer ratiopharm Ulm: „Wir haben ein sehr intensives Spiel gesehen, bei dem wir viele schwierige Situationen verarbeiten mussten. Uns haben über weite Strecke drei ganz wichtige Spieler in der Rotation nicht zur Verfügung gestanden. Die Mannschaft hat trotzdem gegen eine sehr gute Münchner Mannschaft dagegengehalten und immer wieder die richtigen Lösungen gefunden. Das nötigt mir allerhöchsten Respekt ab. Bei Tim Ohlbrecht müssen wir im Moment von einer ernsten Verletzung ausgehen. In diesem Zusammenhang möchte ich dem FC Bayern danken, der sich mit seinem Mannschaftsarzt sofort um Tim gekümmert hat.“

1. Viertel

FCBB-Coach Sasa Djordjevic baute im Spitzenspiel auf die erste Fünf Anton Gavel, Bryce Taylor, Vladimir Lucic, Maxi Kleber und Devin Booker. Von der ersten Sekunde war ordentlich Pfeffer in der Partie, in die München mit einem Drei-Punkt-Spiel von Vladimir Lucic engagiert startete (3:0/1. Spielminute). Die Bayern legten vor, aber die ohne Per Günther spielenden Ulmer konterten mit drei Drei-Punkte-Würfen in Folge zum Ausgleich (9:9/4.) und zogen dann gar mit einem 6:0-Lauf an den Roten vorbei, weil sich diese den ein oder anderen Ballverlust leisteten und den Korb knapp verfehlten (11:17/6.) - Auszeit München. Der Audi Dome erzitterte in bester Play-off-Atmosphäre, als die Bayern über den Kampf zurückkamen - Reggie Redding begeisterte mit einem ausgebufften Dribbling und einem perfekten Zuspiel auf Danilo Barthel, der den Ball per Alley-Oop im Ulmer Korb versenkte (18:21/9.). Zur ersten Viertelpause waren die Münchner zwar 21:25 hinten, aber in Schlagdistanz.

2. Viertel

Die Bayern bewahrten die Ruhe, was in dem brodelnden Hexenkessel Audi Dome nicht so einfach war, und rackerten sich Punkt für Punkt heran. Alex King täuschte seinen Gegenspieler mit einer Finte und verwandelte seelenruhig und eiskalt den Dreier zum 27:27-Ausgleich (13.). In der hochintensiven Begegnung erhoben sich über 6.000 begeisterte Fans, um ihre Roten anzufeuern, die sich prompt mit der ersten Führung seit der vierten Spielminute bedankten - Vladimir Lucic traf zum 31:29 (16.). Die Münchner hatten das Momentum jetzt auf ihrer Seite und den Tabellenführer einigermaßen im Griff (36:29/17.), aber die eingespielte Truppe aus Ulm schlug zurück und hatte die Nase zum Seitenwechsel hauchdünn vorne - 40:41.

3. Viertel

Anton Gavel ging wie so oft couragiert voran und holte im ersten Angriff der zweiten Halbzeit per Korbleger die Führung zurück (42:41/21.). Die Zuschauer erlebten ein packendes Duell, die Führung wechselte nach beinahe jedem Angriff. Durch einen Dreier des Ulmers Raymar Morgan drohten die Ulmer gegen Mitte des Viertels zu enteilen (48:52/25.), aber die Münchner glichen durch eine engagierte Verteidigungsleistung und Treffer von Anton Gavel und Kapitän Bryce Taylor zum 52:52 (26.) aus - Auszeit Ulm. Dann verlor das Heimteam allerdings etwas den Faden und traf einige schlechte Entscheidungen, dies wurde vom vor Selbstbewusstsein nur so strotzenden Tabellenführer gnadenlos ausgenutzt und in einen 5:0-Mini-Lauf umgemünzt (54:59/30.). Ein Aufbäumen der Münchner war von Nöten, und zur Begeisterung der Roten Fans lieferten Nick Johnson und Bryce Taylor zwei schnelle Körbe zum Anschluss - 58:59 nach dem dritten Viertel.

4. Viertel

Die Ulmer trafen bislang schlichtweg das entscheidende Quäntchen besser und pirschten sich wieder etwas davon (60:64/32.), da kam der erste Dreier von Nick Johnson gerade recht (63:64/33.). Die Bayern versäumten es in dieser Phase, das Blatt entschlossen zu wenden und leisteten sich wieder ärgerliche Ballverluste, und die Ulmer waren erneut auf dem Posten und warfen zum Entsetzen der Bayern-Fans zwei Dreier und einen Zweier in rascher Folge (63:72/35.). Vladimir Lucic wurde beim Dreier gefoult und verwandelte alle drei Freiwürfe, Nick Johnson steuerte einen weiteren Dreier bei (69:72/36.). Doch wieder waren es unglückliche Ballverluste, die den Ulmern in die Karten spielten und den Münchnern das Genick brachen. Ein Dreier von Maxi Kleber schürte noch einmal die Hoffnung bei den Fans (72:76/37.), doch die Münchner konnten den Spieß gegen die starken Ulmer angesichts ihrer Fehlerquote (sieben Ballberluste im letzten Viertel) nicht mehr umdrehen und mussten anerkennen, dass der Tabellenführer ungeschlagen bleibt. Die Gelegenheit zur Revanche bietet sich ja schon am 4 Januar in Ulm.

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