FC Bayern Basketball

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matchreport // 12.10.2016 21:30 Uhr

77:80 in St. Petersburg: Aufholjagd des FCBB unbelohnt

Die Basketballer des FC Bayern München haben das Auftaktspiel im EuroCup in St. Petersburg unglücklich 77:80 (37:47) verloren. Beim russischen Topklub Zenit unterlag der FCBB vor 4200 Zuschauern aufgrund eines schwachen Startviertels und obwohl die Münchner nach einem zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstand knapp vier Minuten vor Schluss sogar in Führung gegangen waren. Bei den kampfstarken Bayern überragte Devin Booker mit 27 Punkten, acht Rebounds und fünf Assists.

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Am Sonntag, 16. Oktober (15.30 Uhr), spielt der FCBB in der Bundesliga zuhause gegen Alba Berlin, ehe am Mittwoch, 19. Oktober (20 Uhr), der spanische Vertreter UCAM Murcia am 2. EuroCup-Spieltag im Audi Dome zu Gast ist.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 12:24, 25:23, 23:16, 17:17.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Devin Booker (27 Punkte/8 Rebounds/5 Assists), Danilo Barthel (12/4 Reb.), Reggie Redding (11/5 Ass.), Alex Renfroe (7/8 Ass.), Bryce Taylor (6), Alex King (5), Ondrej Balvin (3), Nihad Djedovic (2), Vladimir Lucic (2), Maxi Kleber (2/6 Reb.), Anton Gavel, Georg Beyschlag (dnp).

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic, Cheftrainer des FCBB: „Sankt Petersburg hat in der ersten Halbzeit einfach guten Basketball gespielt, während wir zu viel nachgedacht und gegrübelt haben. Zenit hat das gut ausgenutzt. In der Kabine haben wir uns vorgenommen, Ihnen die Dreier zu nehmen, unsere Aggressivität auf das Parkett zu bringen und in der Defense zuzulegen. Am Ende waren wir eigentlich in fast jedem Aspekt des Spiels besser, meine Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit wirklich einen guten Job gemacht und viel Einsatz gezeigt. Leider hatten wir zum Schluss aber drei Ballverluste, ich würde sie Unforced Errors nennen. Trotzdem: Das ist ein gutes Resultat mit nur drei Punkten Differenz, denn die Runde geht noch sehr lang.“

Devin Booker: „Wir hatten leider einen sehr schlechten Start, mit Fehlern an beiden Enden des Feldes, vor allem aber in der Defensive. Aber wir sind eine Mannschaft, die immer kämpft, deswegen haben wir auch immer an den Sieg geglaubt."

1. Viertel
Chefcoach Sasa Djordjevic beorderte Anton Gavel, Nihad Djedovic, Vladimir Lucic, Danilo Barthel und Maxi Kleber als Starting Five aufs Parkett. Der Start in die europäische Saison begann für den FCBB aber eher unglücklich: Vor allem offensiv stotterte der Münchner Motor zu Beginn, was Zenit mit einem schnellen 7:0-Lauf – zwei freie Dreier durch White und Sergejew - zu nutzen wusste (2:9 / 4. Spielminute). Die Gäste blieben trotz einer Auszeit weiterhin unkonzentriert, ein weiterer Dreier von Jannis Timma machte das nächste Bayern-Timeout notwendig (2:12/5.). Offensiv hatten die Bayern Probleme, überhaupt ins Setplay zu kommen, defensiv lud der FCBB die Russen geradezu zum Dreier-Werfen ein, was diese mit fünf erfolgreichen Versuchen in Serie bestraften (4:18/7.). Nur kurz hatten die Gäste in Person von Alex Renfroe etwas verkürzen können (10:18/9.), doch es blieb bei einem Zwischenspurt, den St. Petersburg noch vor der ersten Pause konterte (12:24/10.).

2. Viertel
Es war weiter Sand im Getriebe bei den Bayern, die im eigenen Abschluss fahrig und in der Defensive passiv agierten. Die Gastgeber sprühten dagegen vor Spielfreude und setzten sich weiter ab (16:32/13.). Ondrej Balvin und Alex King brachten nun den dringend benötigten Impuls von der Bank: In Co-Produktion verkürzten sie zumindest ein wenig (23:34/15.). King war es dann auch, der mit dem ersten Dreier überhaupt den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich brachte (28:37/17.). In den Minuten bis zur Pause übernahm dann Devin Booker Verantwortung und hielt den Rückstand mit sieben Punkten in Serie zumindest im Rahmen (37:47/20.). Ohnehin war es Booker, der mit 15 Punkten und fünf Rebounds aus einer sonst eher unglücklichen Münchner Mannschaft herausragte.

3. Viertel
Die Bayern kämpften nach dem Seitenwechsel verbissen um den Anschluss, doch immer wenn sie drauf und dran waren, die Wende einzuleiten, fanden die Russen aus der Distanz den Weg zum Erfolg (41:51/24.). Doch die Bayern kamen nun über eine verbesserte Defense immer besser ins Spiel. Reggie Redding übernahm vorne nun das Zepter, sein Zug zum Korb brachten den FCBB auf fünf Punkte ran (48:53/26.). St. Petersburgs Antwort hieß zumeist Jannis Timma, der den Münchnern große Probleme bereitete. Und dennoch: Bayern war nun drin in der Partie und nachdem zuvor Booker und Redding Akzente gesetzt hatten, war es nun Danilo Barthel, der sich unter dem Korb gut durchsetzte (52:56/28.). Der Neu-Bayer Barthel war nun nicht zu stoppen: Acht Punkte in Folge bedeuteten die erste Münchner Führung kurz vor Viertelende (59:58/29.).

4. Viertel
Die beeindruckende Aufholjagd der Bayern wurde zu Beginn des Schlussviertels kompromissloss gestoppt: St. Petersburg zog in knapp einer Minute wieder auf sieben Zähler davon (60:67/32.). Doch erneut zeigten die Gäste ihr Kämpferherz: Besonders Devin Booker ließ seine Gegner nun ein ums andere Mal ins Leere laufen und war mit teils akrobatischen Einlagen – und meist nach feinen Zuspielen von Alex Renfroe - erfolgreich (66:69/35.). 3:38 Minuten vor dem Ende brachte Renfroe sein Team per Dreier dann erneut in Führung (75:74/36.). Die Aufholjagd der Münchner gipfelte wie schon in Gießen in einer dramatischen Schlussphase, in der beide Teams teils in der Offensive teils wild agierten. St. Petersburg lag 22 Sekunden vor dem Ende mit einem Punkt in Führung (77:78). Da sowohl Maxi Kleber als auch Reggie Redding ihre Dreier nur an den Ring setzten, rettete sich Zenit mit einem knappen 80:77 über die Ziellinie, obwohl die Gäste das Spiel nach der Halbzeitpause unter Kontrolle hatten.

Die kommenden Spiele der Bayern:

  • Sonntag, 16.10.2016, 15.30 Uhr: FCBB – Alba Berlin (easyCredit BBL)
  • Mittwoch, 19.10.2016, 20 Uhr: FCBB – UCAM Murcia (Eurocup)

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