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matchreport // 28.01.2017 21:12 Uhr

68:63 - Bayern erkämpfen Derby-Sieg in Würzburg

Die Basketballer von Bayern München haben das schwere Auswärtsspiel vor ausverkauftem Haus in Würzburg 68:63 (32:29) gewonnen und bleiben im neuen Jahr ohne Niederlage.

In einer mit hohem Einsatz geführten Partie setzten sich die Gäste mit großem Kampf durch und behielten in der Schlussphase mit hundertprozentiger Quote von der Freiwurflinie starke Nerven. Erfolgreichster Werfer der Münchner war Danilo Barthel mit 18 Punkten, auch Devin Booker überzeugte mit einem Double-Double (13 Punkte/10 Rebounds). Die Bayern mussten kurzfristig auf Maxi Kleber verzichten, der wegen eines Magen-Infekts ausfiel und das Spiel in seiner Heimatstadt im Teambus verfolgen musste. Somit standen in Booker und Barthel nur zwei Big Men zur Verfügung, da auch Maik Zirbes sein Debüt noch nicht gab: Der Nationalcenter ist nach einer leichten Fußverletzung im Aufbautraining.


Am Mittwoch (1.2., 20 Uhr) treten die Bayern im Audi Dome zum nächsten
Heimspiel an - BBL-Tabellenführer Ulm kommt zum Top16-Rückspiel im EuroCup, wo die Münchner die Tabellenspitze verteidigen wollen.

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Die Punkteverteilung nach Vierteln: 18:21, 14:8, 20:20, 16:14.

Für den FCB spielten: Danilo Barthel (18 Punkte), Reggie Redding (16), Devin Booker (13/10 Rebounds), Vladimir Lucic (10/2 Dreier), Nihad Djedovic (6), Alex King (3), Anton Gavel (2), Nick Johnson, Bryce Taylor, Georg Beyschlag (dnp), Dejan Kovacevic (dnp) und Karim Jallow (dnp).

Die Stimmen zum Spiel:

Sasa Djordjevic: „Das war sicherlich ein großer Sieg, der wichtigste bisher in dieser Saison. Das habe ich schon öfter gesagt - aber heute war es wirklich hart. Würzburg hat einen neuen Trainer, sie hatten drei Wochen Zeit zur Vorbereitung - aus solchen Veränderungen zieht ein Team immer Hunger und neues Verlangen. Sie haben uns dann auch am Anfang nicht laufen lassen und unter dem Korb wehgetan, wo uns zwei Spieler mit Maxi und Maik gefehlt haben. In der Low-Post-Verteidigung können wir es trotzdem besser machen, da müssen wir das 1-gegen-1 besser aufnehmen. Wir hatten zu Begin. einige Spieler ohne Selbstvertrauen und Courage, aber in der zweiten Halbzeit haben wir mehr Aggressivität gezeigt, und das muss unser Weg sein. Positiv war heute Abend auch unsere gute Freiwurfquote. Und so war das jetzt ein guter Januar mit sieben Siegen aus sieben Spielen, damit haben wir wirklich etwas geschafft. Jetzt schauen wir zuversichtlich auf den Februar, der am Mittwoch mit dem Heimspiel im EuroCup beginnt."

Dirk Bauermann, Cheftrainer Würzburg: „Gratulation an die Bayern und Sasa, der einer der größter Spieler war, der je in Europa gespielt hat, und jetzt ein erfolgreicher Coach ist. Wir haben auf Augenhöhe gespielt und am Ende haben nur ein paar Kleinigkeiten gefehlt."

1. Viertel
Anton Gavel, Reggie Redding, Bryce Taylor, Alex King und Danilo Barthel wurden von FCBB-Coach Sasa Djordjevic in Würzburg als Starter aufgeboten. Die Bayern gingen zwar durch einen Dunking von Danilo Barthel in Führung, hatten dann aber Schwierigkeiten, mit den topmotivierten Würzburgern vor ihrem Publikum mitzuhalten - vor allem Lamonte Ulmer war kaum zu stoppen und somit extrem lästig, er erzielte allein im ersten Viertel 13 Punkte. Die Münchner gerieten in den zweiten fünf Minuten ins Hintertreffen (11:14/7. - 14:19/9.), kämpften sich aber bis zum Ende des ersten Spielabschnittes mit Punkten von Devin Booker und Nihad Djedovic wieder auf 18:21 heran.

2. Viertel
Die Bayern intensivierten die Verteidigung und kontrollierten die Bretter, dies waren günstige Voraussetzungen, um sich heranzuarbeiten. Vladimir Lucic bediente Devin Booker mit einem feinen Pass zum Dunking, der die Halle beruhigte und die Roten auf 22:23 heranbrachte (12.) - Auszeit Würzburg. Das Team des neuen Würzburger Coaches Dirk Bauermann reagierte mit einer extrem unangenehmen Verteidigung (22:27/15.), die Bayern blieben aber cool und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Der wichtige Dreier von Alex King kam gerade recht (26:27/16.), und Danilo Barthel ergatterte von der Freiwurflinie die Führung zurück (28:27/17.). Die Bayern kämpften großartig, hielten die Baskets im zweiten Viertel bei acht Punkten und behaupteten den Vorsprung bis zur Halbzeit - 32:29.

3. Viertel
München kam nach dem Seitenwechsel fokussiert und abgebrüht aus der Kabine, schnelle Dreier von Reggie Redding und Vladimir Lucic bauten die Führung auf 38:31 (22.) aus. Bauermann nahm nach einem Korbleger von Reggie Redding eine Auszeit (40:34/23.), dieses Mal verhinderte sie aber nicht, dass die Bayern zunehmend die Kontrolle übernahmen und wenig später durch ein Drei-Punkt-Spiel von Danilo Barthel erstmals zweistellig führten (48:38/25.). Die Münchner leisteten sich dann allerdings einige Unkonzentriertheiten und brachten die Würzburger wieder ins Spiel, die mit einem 9:0-Lauf zurückschlugen und FCBB-Coach Sasa Djordjevic zur Auszeit zwangen (50:47/28.). In einer hitzigen Schlussphase des dritten Viertels behaupteten die Münchner immerhin die Führung - 52:49.

4. Viertel
Mit dem ersten Wurf im Abschlussviertel glichen die Gastgeber aus, somit waren die Voraussetzungen für ein spannendes Schlussviertel optimal (52:52/31.). Die Aufregung übertrug sich auf die Spieler beider Teams, die den Ball reihenweise "verdaddelten" und sich gegenseitig mit Fehlwürfen und Ballverlusten übertrumpften. Innerhalb von vier Minuten wurden lediglich fünf Punkte erzielt, von beiden Mannschaften, wohlgemerkt. Diese Magerkost tat der Spannung aber keinen Abbruch: Durch zumindest einen verwandelten Freiwurf von Danilo Barthel führten die Bayern 55:52 (35.). Die Bayern nutzten ihre Chancen nicht und mussten vier Minuten vor dem Ende nicht nur den 57:57-Ausgleich hinnehmen, sondern foulbedingt auch noch den Verlust von Danilo Barthel verkraften. Vladimir Lucic erwies sich als mutig und verwandelte einen enorm wichtigen Dreier zum 60:58 (38.), Devin Booker bewies Nerven und traf nach einem Foul unter dem Korb beide Freiwürfe zur 62:59-Führung der Münchner - noch 54 Sekunden auf der Uhr. Die Verteidigung der Bayern stand jetzt gut, die Würzburger suchten ihr Heil in Fouls, um die Bayern an die Freiwurflinie zu zwingen. Hier hatten aber Vladimir Lucic, Reggie Redding und noch einmal Devin Booker ein sehr sicheres Händchen, leisteten sich bei sechs Versuchen keinen einzigen Fehlwurf und sicherten den wertvollen Auswärtssieg.

Die kommenden Heimspiele der Bayern:

  • Mittwoch, 1. Februar, 20.00 Uhr: FCBB – Ulm (EuroCup)
  • Samstag, 4. Februar, 20.30 Uhr: FCBB – Frankfurt (BBL)
  • Dienstag, 14. Februar, 20.30 Uhr: FCBB – Göttingen (BBL)
  • Sonntag, 19. März, 20.15 Uhr: FCBB – Bamberg (BBL)

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