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matchreport // 28.11.2014 22:43 Uhr

Bayern unterliegen Panathinaikos Athen

Die Basketballer des FC Bayern München verlieren ihr Gastspiel beim griechischen Rekordmeister Panathinaikos Athen 72:87 (33:44).

Vor 11.500 Zuschauern waren fünf schwache Bayern-Minuten kurz vor und nach dem Seitenwechsel ausschlaggebend für die Niederlage. Zudem fielen beim Deutschen Meister die Distanzwürfe zu selten (17 Prozent Dreier). Vasilije Micic musste kurz nach der Halbzeit wegen einer Armblessur passen. Am Sonntag (17 Uhr, Audi Dome) empfängt das Team von Trainer Svetislav Pesic in der Bundesliga die Telekom Baskets aus Bonn.

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Die Punkteverteilung nach Vierteln: 12:18, 21:26, 18:21, 21:22.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Bo McCalebb (15 Punkte/3 Assists), Robin Benzing (14/6 Rebounds), Dusko Savanovic (13), John Bryant (9/9 Rebounds), Vasilije Micic (7), Heiko Schaffartzik (5/4 Assists), Vladimir Stimac (5), Yassin Idbihi (2), Paul Zipser (2), Jan Jagla, Nihad Djedovic, Lucca Staiger.

Stimmen zum Spiel:

Svetislav Pesic: „Gratulation an Panathinaikos. Aus meiner Sicht haben die letzten zwei Minuten vor der Pause entschieden, als wir nur zwei Punkte gemacht haben und Panathinaikos 13, darunter drei Dreier. Wir haben nur zugeschaut und nicht reagiert, einige waren offenbar auch überrascht. Dabei konnte man über jemanden wir Slaughter nicht überrascht sein, er war schon vorher auffällig. Insgesamt muss man sagen, dass Panathinaikos zum jetzigen Zeitpunkt mehr Qualität hat.“

Robin Benzing: „18 Minuten haben wir gut mitgehalten, doch dann haben wir das Momentum verloren. Und wenn du hier einmal zurückliegst, ist es in der Halle und mit den Zuschauern sehr schwer.“

1.Viertel
Bo McCalebb, Robin Benzing, Dusko Savanovic, Nihad Djedovic und John Bryant, so lautete die Starting Five des FCBB, der Headcoach Svetislav Pesic beim Gastspiel in Athen vertraute. Die Bayern begannen das Spiel beim griechischen Rekordmeister sehr konzentriert. John Bryant, Bo McCalebb und Dusko Savanovic sorgten für die ersten Punkte, die Athen mit zwei erfolgreichen Dreiern konterte (6:6/3. Spielminute). Die Anfangsphase blieb sehr ausgeglichen, beide Mannschaften verteidigten mit viel Energie, erfolgreiche Abschlüsse mussten hart erkämpft werden. Da allerdings Athen aus der Halbdistanz schneller seine Sicherheit fand, setzte sich Panathinaikos erstmals ein wenig ab (8:14/7.). Svetislav Pesic nahm folgerichtig die Auszeit. Großer Makel im Bayern-Spiel: Wie schon in den vergangenen Partien hatten die Münchner besonders von der Dreierlinie Mühe, ihren Rhythmus zu finden – keiner der ersten vier Versuche fand den Weg durch den Ring. Obwohl die Münchner vor allem in der Defensive stark spielten, lag der Deutsche Meister nach den ersten zehn Minuten 12:18 zurück.

2. Viertel
Ein Dreipunktspiel von Heiko Schaffartzik eröffnete das zweite Viertel verheißungsvoll für den FCBB (15:18/11.). Im nächsten Angriff traf Micic dann erstmals auch von draußen (18:20/12), die Bayern waren drin in der Partie. Beide Mannschaften nahmen nun auch in der Offensive Fahrt auf: Die Bayern blieben bis Mitte des zweiten Abschnitts zwar in Schlagdistanz, für einen Führungswechsel konnte der Gast allerdings nicht sorgen – beim Stand von 23:29 nahm Svetislav Pesic seine nächste Auszeit (15.). Und die fruchtete, denn die Münchner kamen durch Benzing- und McCalebb-Punkte wieder bis auf zwei Zähler ran (27:29/17.). Es war nun vor allem Bo McCalebb, der aus der Halbdistanz sicher verwandelte und für Ausgleich sorgte (31:31/18.). Doch dann verlor der FCBB den Faden: AJ Slaughter und Antonis Fotsis stoppten den bayrischen Zwischenspurt mit den erfolgreichen Dreiern fünf und sechs (31:39/19.). Trotz eines scheinbar ausgeglichenen Spiels gingen die Bayern nach zwei schwachen Minuten vor der Pause mit einem 11–Punkte-Rückstand in die Halbzeit (33:44). Der Hauptgrund dafür: Erneut war die Dreier-Quote beim Deutschen Meister unterdurchschnittlich (FCBB: 1 von 8, Athen: 6 von 12).

3. Viertel
Mit Vasilije Micic, Heiko Schaffartzik, Jan Jagla, Lucca Staiger und Vladimir Stimac begann der FCBB die zweite Hälfte mit fünf anderen Startern als zu Spielbeginn. Am Geschehen änderte sich nur wenig. Die Bayern mühten sich um Anschluss, trafen vor allem von der Dreierlinie aber weiterhin nicht. Es dauerte 120 Sekunden, ehe Stimac die ersten Bayern-Punkte in den Korb legte (35:49/23.). Als hätten die Münchner nicht schon genug Probleme gehabt, musste Vasilije Micic mit einer Ellbogenblessur das Feld mit schmerzverzerrtem Gesicht verlassen. Die Gäste fanden nun nicht mehr zurück in die Partie, der Korb war wie vernagelt (1 von 12 Dreiern). Panathinaikos Athen ließ sich im Stile einer Spitzenmannschaft nicht zweimal bitten und zog vorentscheidend davon (37:57/25.). Nach dieser Schwächeperiode zeigte der FCBB dann aber eine Reaktion und zeigte vor allem in der Offensive die zuvor vermisste Entschlossenheit (45:61/28.). Als Dusko Savanovic mit seinem zehnten Zähler seine persönliche Euroleague-Marke von 10.000 Punkten knackte, ging der FCBB mit einem 14-Punkte-Rückstand in den Schlussabschnitt (51:65).

4. Viertel
Die Bayern-Fans vor den Bildschirmen hatten zu Beginn der letzten zehn Minuten nochmals ein wenig Hoffnung. Doch trotz des bemerkbaren Willens schafften es die Gäste nicht, den Rückstand in den einstelligen Bereich zu verkleinern (56:70/33.). Die Griechen waren sich in dieser Phase wohl schon zu sicher, die Münchner schafften in der Verteidigung drei Stopps in Folge und 5 Minuten und 31 Sekunden vor dem Ende verkürzte Bo McCalebb per Dreier auf 61:70. Der Deutsche Meister wehrte sich leidenschaftlich gegen die drohende Niederlage und war zurück im Spiel. Doch es blieb ein kurzes Comeback: Knapp vier Minuten vor dem Ende fand Bo McCalebbs Dreier nicht den Weg durch den Ring, stattdessen musste der US-Amerikaner kurz darauf das Spiel nach seinem fünften Foul beenden – nach Micic fehlte dem FCBB (neben dem verletzten Anton Gavel) in den Schlussminuten also ein weiterer Aufbauspieler. Nun war die Moral der Bayern endgültig gebrochen und Panathinaikos Athen feierte den vierten Sieg im vierten Heimspiel der Euroleague-Saison.

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